Neujahres-Intention: eine Wegweisung

Eigentlich halte ich nicht viel von Neujahresvorsätzen. Denn wenn das Datum das Einzige ist, was einen zum Überdenken der eigenen Gewohnheiten anregt, reicht das als Motivationsquelle oft nicht sehr lange: Denn die meisten Vorsätze werden gerade mal bis Mitte Februar umgesetzt. Danach fallen viele wieder in alte Muster zurück. Woran das liegt? Sehr oft sind die Ziele viel zu unspezifisch formuliert, und Erfolg ist daher nur schlecht messbar. Ausserdem wollen viele gleich alles auf einmal. Doch die Wenigsten können sich über Nacht in einen neuen Menschen verwandeln.


Und das ist auch gar nicht nötig.


Der Jahreswechsel bringt aber einen gewissen Zauber mit sich, auch für mich. Und der Beginn einer neuen Dekade darf gerne dazu genutzt werden, inne zu halten, Bilanz zu ziehen und mit neuen Ideen frisch zu starten. Seitdem ich regelmässig Yoga praktiziere, nehme auch ich den 1. Januar als Anlass, um mit Intentionen ins neue Jahr zu starten.




Meine RYT500-Ausbildung vergangenen Oktober hat mich hier noch einen Schritt weiter gebracht. Gerne teile ich daher heute mit euch meine "Anleitung", wie auch ihr mit wohl überlegten Intentionen ins neue Jahrzehnt starten könnt.


Denke an das vergangene Jahr zurück. Was fällt dir spontan dazu ein? Welches Gefühl macht sich in dir breit? Was zeichnete dein 2019 aus? Kannst du diese Essenz in einem Wort ausdrücken?


Welche 3 Lektionen hat dich 2019 gelehrt?

Wie setzt du das Gelernte so um, dass es dich 2020 weiterbringt?


Was hat sich 2019 ereignet, das dich zum Innehalten anregt?

Welche Dinge/Gedanken/Gewohnheiten/Menschen nehmen Platz ein in deinem Leben, ohne dir adäquaten Gegenwert zu geben?

Welche Muster bist du bereit loszulassen?


Sammle alles, was du loslassen willst, vor deinem geistigen Auge. Bündle es und übergib es an die Elemente: Versenke es im Meer, verbrenn es im Feuer oder gib es dem Wind mit. Lass es los. Befrei dich von deinen alten Lasten.

(Wenn du viel Zeit hast, kannst du auch alles, was dir nicht mehr dient, auf einen Zettel notieren und in einer (feuerfesten) Schale draussen verbrennen. Dieses Ritual hilft mir jeweils, auch bildlich loszulassen.)


Und nun komm ganz bewusst zu all dem, was 2019 gut war. Was ist dir gelungen? Was war so toll, dass es dir auch jetzt noch ein Lächeln aufs Gesicht zaubert? Wovon möchtest du auch 2020 mehr?


Was hast du 2019 (noch) nicht erreicht, das du 2020 anpacken möchtest? Was willst du 2020 erleben? Was willst du erschaffen?


Ergibt sich daraus eine Intention?

Wie fühlt sich diese Intention an? Fühlt sie sich gut, richtig an? Oder brauchst du etwas anderes? Lass dir so lange Zeit, bis alles für dich stimmig ist - auch wenn der Kalender bereits ein anderes Datum als den 1.1. anzeigt. :)


Alle fleissigen Teilnehmer meiner PowerYoga-Lektion vom 1.1.2020 sind ja bereits in den Genuss einer angeleiteten Version gekommen. So oder so, lasst mich wissen, ob und wie diese Anleitung für euch sinnig war.


Ganz wichtig: Nehmt euch auch unter dem Jahr immer wieder Zeit und prüft, ob ihr noch auf Intentions-Kurs seid, oder ob eine kleine Kurskorrektur angebracht wäre.


Namasté

Barbara

25 Ansichten

2020 © Barbara Jaeggi

  • Facebook
  • Instagram
logo_QualiCert.jpg